15. August 2018
Die Kantstraße in Charlottenburg ist die wohl internationalste Straße Berlins. Sie hat französisches Flair, ist Zentrum asiatischer Gastronomie, russisches Charlottengrad und war Wohnviertel vieler Juden. Diese Website stellt die Kantstraße und die unmittelbare Umgebung vor, interessante Orte, Personen, Geschichte und Geschichten.
Einblicke

Der “Nutten-Silo”

Auch Prostituierte müssen irgendwo wohnen. In den 1980er Jahren lebten viele von ihnen im Hochhaus an der Neuen Kantstraße, unmittelbar vor dem Lietzensee. Kleine, billige Einzimmer-Wohnungen, nicht weit weg vom Nachtclub-Hotspot am Stuttgarter Platz, also günstige Verhältnisse. Aufgrund der vielen […]

Einblicke

Jüdisches Leben in der Kantstraße

Vor hundert Jahren war Charlottenburg neben Mitte das Zentrum des jüdischen Lebens in Berlin. Wieviel Juden einst in der Kantstraße gelebt haben, ist nicht bekannt. Der Anteil an der Bevölkerung lag im Charlottenburger Kiez auf jeden Fall höher, als in […]

Geschichten

Savignybürger

Hier ist das Bürgertum zuhause. Nicht das “neue”, das lebt ja im Prenzlauer Berg, sondern das West-Berliner. Genauer: Die einstigen 68er Studenten, die heute schon in Rente sind, oder eher in Pension. Noch immer besuchen sie die alten Kneipen, die […]

Geschichten

Mühlenhaupts Savignyplatz

Der Maler und Bildhauer Kurt Mühlenhaupt war bekannt für seine aus dem Alltagsleben inspirierten Bilder. Viele davon zeigen Berliner Stadtansichten, darunter auch die vom Savignyplatz, die er im Jahr 1985 geschaffen hat.  

Einblicke

Reichsvereinigung der Juden

In der Kantstraße 158, gleich neben der Fasanenstraße, stand ein Haus, das aus dem Bewusstsein der Menschen heute völlig verschwunden ist. Hier wurden bis 1943 Details der Deportationen zigtausender Juden aus dem ganzen Deutschen Reich organisiert. Dies jedoch nicht von […]

Geschichten

Vom Tellerwäscher zum Revolutionär

Bis zum Kriegsende stand an der Ecke zwischen Knesebeck- und Grolmanstraße ein repräsentatives Wohnhaus, wie es rund um den Platz einige gab. Mit Türmchen auf dem Dach und sehr viel Stuck an der Fassade. Ungefähr in den 1960er Jahren wurde […]

Einblicke

Vaganten Bühne

Als Vaganten (lateinisch vagare, ziellos unterwegs sein) wurden umherziehende Kleriker auf der Suche nach einem geistlichen oder weltlichen Amt, Studenten und allgemein gelehrte Bohème des 12. und 13. Jahrhunderts bezeichnet. Man sagte ihnen damals durchaus einige Zuchtlosigkeit nach. Teile der […]

Einblicke

Dampfer auf dem Savignyplatz

Dass Großbauprojekte manchmal andere Wege nehmen als geplant, weiß man nicht erst seit dem BER-Desaster. Schon vor 130 Jahren wurde ein riesiges Projekt geplant, das jedoch niemals Wirklichkeit geworden ist. Stellen Sie sich vor, anstelle der Grünflächen auf dem Savignyplatz […]

Einblicke

Charlottenburger Goldjungs

Wer in die Goldhandlung Carl Schuhmann in der Kantstraße 107 möchte, muss erstmal klingeln. Durch die gläserne Tür wird er gemustert, bevor der Summton signalisiert, dass der Eingang frei ist. Zwei Überfälle machen solche Vorsichtsmaßnahmen nötig. Dabei ist Carl Schuhmann […]

Geschichten

Erinnerungen an die Nazizeit

Hans Scholz (zum 9. November 1938): Ich ging am nächsten Morgen, also am 10. November 1938, von meinem Atelier in der Kantstraße zur Garage Ecke Fasanenstraße und holte meinen Wagen. Da sah ich die rauchenden Trümmer der Synagoge. Von dem […]

Einblicke

Justizburg und Knast

Berlin hat elf Amtsgerichte, die zwar nach Bezirken benannt sind, aber deren Zuständigkeitsbereiche nicht mit denen identisch sind. So ist das Amtsgericht Charlottenburg zentrales Registergericht für das Land Berlin, in dem Handels-, Partnerschafts-, Vereins- und Genossenschaftsregister für die ganze Stadt […]

Einblicke

Lewin-Funcke-Schule

In der Kantstr. 159, kurz vor der Joachimsthaler Straße, befanden sich einst im Hinterhaus private “Studienateliers für Malerei und Plastik”. Der Bildhauer Arthur Lewin-Funcke gründete sie im Jahr 1901. Neben diesem offiziellen Namen wurde sie auch Berliner Académie Julian genannt, […]

Einblicke

Der Lietzensee

Etwa in der Mitte der Neuen Kantstraße liegt der Lietzensee. Wer oben über die Straße fährt, nimmt nur das steinerne Geländer wahr. Die Schönheit des Sees erfährt man nicht mit dem Auto. Der Name des Lietzensees bezieht sich auf das […]

Geschichten

Der König vom Stuttgarter Platz

Es wäre einfach zu sagen: Zuhälter und Nachtclubbesitzer sind schlechte Menschen. Sie beuten Frauen aus, bescheißen ihre Kunden und das Finanzamt, dealen mit Drogen und Waffen. Und vermutlich gehen sie sogar bei Rot über die Straße. “Als ich nach Hause […]

Geschichten

Irrweg in die Kantstraße

Ich stand mit dem Taxi bei Rot an der Kreuzung am Savignyplatz. Neben mir auf dem Bürgersteig vier müde Gestalten südländischer Herkunft. Ihr Gepäck, ihr suchender Blick, der Zettel in der Hand des einen – das kenne ich schon: Gerade […]

Adressen

Das Buch zur Kantstrasse

Buchcover
Das Buch zur Kantstraße.
Es gibt es einen Einblick in die Geschichte und Geschichten der Straße, mit historischen Fotos und originalen Berichten.
Mehr Infos hier

Jüdisches Leben in der Kantstraße. kantstrasse.de/857

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